Lutz Braun's Gedanken zu...Delegieren will gelernt sein - Lutz Braun Family Business Consulting

5. Juni 2020

Das Delegieren von Aufgaben in Unternehmen bedeutet für Führungskräfte, mehr Zeit für wichtige Dinge verfügbar zu haben. Das hört sich jedoch leichter an als es ist, denn man muss einerseits entscheiden, welche Aufgaben überhaupt delegiert werden können. Andererseits muss man passende Mitarbeiter haben, an die delegiert werden kann. Sie sollten unbedingt die nötige Kompetenz mitbringen und die Verantwortung für die ihnen übertragenen Aufgaben übernehmen können. Ziel ist, dass Ihre Mitarbeiter die ihnen übertragenen Aufgaben komplett selbständig und verantwortungsvoll übernehmen. Obwohl die Vorteile des Delegierens auf der Hand liegen, scheuen sich Führungskräfte Aufgaben zu delegieren, weil:

  • sie Angst davor haben, nicht mehr gebraucht zu werden
  • sie Angst davor haben, dass sie nicht richtig delegieren
  • sie denken, dass sie sich schneller selbst um die Dingte kümmern können
  • sie denken, dass sie es besser können
  • sie befürchten, dass sie die Kontrolle verlieren

Deshalb sollten Sie als Führungskraft folgende Punkte prüfen, bevor Sie Aufgaben delegieren:

  • Welche konkreten Aufgaben sollen delegiert werden?
  • Sind diese Aufgabe überhaupt delegierbar?
  • Ist die Person qualifiziert, an welche Sie die Aufgabe delegieren möchten?
  • Sind die Ziele klar formuliert und ist die Aufgabe deutlich?
  • Kann der Mitarbeiter die Verantwortung für Aufgabe übernehmen?

Folgende Fehler sollten Sie beim Delegieren unbedingt vermeiden:

  • Es gibt Führungskräfte-Aufgaben, die nicht delegiert werden können (Chefsache)
  • Rückdelegation von Aufgaben vermeiden
  • Delegierte Aufgabe, Kompetenz und Verantwortung des Mitarbeiters passen nicht zusammen
  • Man kann Aufgaben nicht an jeden Mitarbeiter delegieren (Kompetenz)

Beim Delegieren müssen Sie sich im Klaren darüber sein: welche konkrete Aufgabe Sie an welchen geeigneten Mitarbeiter abgeben, der auch in der Lage ist, die dafür nötige Verantwortung zu übernehmen und eine entsprechende Qualifikation mitbringt. Denn falls sie nicht darauf achten, kann es schnell demotivierend für die Mitarbeiter werden.

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