Lutz Braun's Monday PostSorgen der nachfolgenden Generation

8. November 2021

Als Kind in einer Unternehmerfamilie aufzuwachsen, kann aufgrund der Privilegien sehr schön sein. Allerdings können auch hohe Erwartungen, die die Eltern an die Kinder haben, belastend sein. In Nachfolgesituationen steht die nachfolgende Generation vor der Entscheidung, ob sie das Unternehmen übernehmen möchte oder nicht – oder gibt es keine freie Entscheidung, weil sie es müssen? Oft erwarten die Eltern dies, ohne auf die Wünsche der nachfolgenden Generation einzugehen. Und jetzt sind wir bei dem Punkt, um de es heute geht: die Sorgen der nachfolgenden Generation.

Warum haben die nachfolgenden Generationen Angst davor, mit ihren Eltern über ihre Lebensziele zu sprechen?

Sie sind von klein auf im eigenen Familienunternehmen aufgewachsen, kennen die Mitarbeiter und haben immer gerne Zeit hier verbracht. Als Kind haben sie sich vielleicht schon Gedanken gemacht, wie es wäre, einmal Chef zu sein. Aber je älter sie werden, desto eher entwickeln sich ihre Ziele fürs Leben. Sie wissen, wie ihre Zukunft mal aussehen soll und was sie erreichen wollen. Währenddessen haben vielleicht auch die Eltern bereits Vorstellungen, wie die Zukunft der nachfolgenden Generation aussehen soll. Die Erwartungen werden manchmal kommuniziert oder unbewusst ausgedrückt. Dieser Erwartungsdruck erzeugt automatisch die Furcht, offen und ehrlich mit den Eltern über die Lebensziele zu sprechen. Insbesondere dann, wenn sich die Ziele der Kinder und die Wunschziele der Eltern unterschiedlich sind.

Entweder sie übernehmen das Unternehmen der Eltern oder nicht. Falls sie es übernehmen, geht es nur noch darum, wann sie einsteigen. Falls sie andere Ziele haben, sollten sie diese den Eltern frühzeitig mitteilen, damit sie weitere Überlegungen anstellen können. Oft gehen die Eltern einfach davon aus, dass die nachfolgende Generation die Firma irgendwann mal leitet. Deshalb sollte der Impuls von der nachfolgenden Generation kommen, das Gespräch mit den Eltern zu suchen – außer natürlich, sie treffen sich sowieso regelmäßig in der Familie. Die nachfolgende Generation sollte die Lebensziele ansprechen, auch wenn sie das Unternehmen nicht übernehmen möchte. Manchmal haben auch die Geschwister oder weitere Verwandte Interesse. Oder aber es wird verkauft oder bleibt in Familienhand und es wird ein Fremdgeschäftsführer eingesetzt. So oder so ist es am besten, die Sorgen zu überwinden und mit den Eltern zu sprechen – egal welche Lebensziele vorhanden sind.

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